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Musik für eine freie Ukraine 2004
Die Idee
Die ganze Welt verfolgt an den Fernsehgeräten gespannt die Ereignisse in der Ukraine. Unser Verein Transkunst will nicht nur zuschauen und schickt zur Unterstützung der Demokratiebewegung zwei Bands nach Kiew.
Dass die Wahlen in der ehemaligen Sowjetrepublik manipuliert wurden, darüber sind sich die meisten Beobachter einig. Selbst der noch amtierende Präsident Leonid Kutschma hat eingelenkt und bietet der Opposition Neuwahlen an. Nicht wenige, die seit Tagen vor den öffentlichen Gebäuden Kiews demonstrieren, vermuten dahinter ein taktisches Manöver der alten Machthaber. Die Streitenden wollen ihren Kandidaten Viktor Juschtschenko als Präsident sehen, der für eine Öffnung des Landes nach Westen steht. Dramatische Szenen spielen sich auf den Straßen ab und niemand weiß, ob die Situation nicht doch noch eskaliert.
Die Mitglieder des Transkunst e.V. waren sich schnell einig, dass sie bei diesen Geschehnissen nicht nur Beobachter sein wollen. Als moralische Unterstützung der Demokratisierungsbewegung schicken wir eine Band aus der Region und den tschechischen Jazzmusiker und ehemaligen Dissidenten Mikulas Chadima nach Kiew.
Wir wollen den Demonstrierenden einerseits Mut machen und andererseits zeigen, dass sie nicht allein sind in ihrem Kampf.
Da wir uns seit Jahren für den Kulturaustausch besonders mit Osteuropa einsetzen, ist diese Aktion der beste Weg, unsere Beitrag für eine friedliche Fortgang der Dinge zu leisten. Denn dort wo gefeiert wird, da sind sich die beiden sicher, da wird nicht gestritten. Musik als universelle Sprache der Verständigung.
Die Reise ist bereits gebucht, die Visa sind beantragt, die Finanzierung steht jedoch noch auf wackligen Füßen. Der kleine Verein verfügt nicht über allzu viele Mittel. Spenden sind jederzeit willkommen. Wie wir das Problem lösen, ist noch nicht ganz klar, aber egal wie, wir fahren nach Kiew. In diesem Punkt sind wir uns mit den Oppositionellen in der Ukraine einig: Ohne Hartnäckigkeit und Phantasie kommt man nicht ans Ziel.
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