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Schwarze Nächte 2006


Radio Inferno

Künstleraustausch St. Petersburg 25.02.2006

Wir möchten das Projekt gern realisieren, um damit gleich dreierlei Dingen einen Anschub zu verleihen:

  • den Künstleraustausch in diesem konkreten Falle
  • mittelfristig auch einmal umgekehrt aktiv zu werden
  • langfristig den russischen Partner in unser Mittel- und Osteuropa-Netzwerk zu involvieren

Die Künstler:

Der Ruf der Galerie der alten Meister im Dresdner Zwinger reicht weit. Nun lernen wir auch die jüngeren Porträts kennen, die das kulturelle Leben der sächsischen Elbmetropole prägen. Ende der neunziger Jahre haben Sänger Robin W., Gitarrist Enni W., Bassist Friedrich M. und Keyboarder Convex beschlossen, ihre eigene Galerie zu eröffnen – und als The Ancient Gallery für Aufsehen zu sorgen. Und zwar mit einer Palette aus deutschsprachigem Art-Industrialrock, ergreifenden Bühnenshows und einem konzeptionellen Gesamt-Artwork mit Performances, Kostümen und Lichtspielen.

Schnell zeichneten sich erste Erfolge ab. Nicht nur große Veranstalter wurden auf das ungewöhnliche Ensemble aufmerksam – und ließen The Ancient Gallery u.a. vor 500.000 Besuchern auf dem Budapester Sziget Open Air auftreten. Auch die Literatin Barbara Köhler trat 2001 an die Musiker heran mit der Bitte, eines ihrer Gedichte in einer Tanzperformance zu interpretieren. In der estnischen Hauptstadt Tallinn sorgten sie 2003 mit einer gemeinsamen Performance mit der Tanzkompanie United Dancers of ZUGA für Aufsehen. Bis heute bilden Verknüpfungen sämtlicher künstlerischer Sujets das Rückgrat der sächsischen Kulturrocker.

Nach dem bemerkenswerten Debütalbum "Deinstallation" im Jahre 2001 erschien ein Jahr später "Kopfdelay". Ein Album, auf dem sich der markante Stil von The Ancient Gallery manifestieren sollte. Neben tief schürfenden Texten – und dem damit verbundenen Statement gegen die oberflächliche Konsumgesellschaft – brillieren die Stücke auf "Kopfdelay" vor allem durch tanzbare Rhythmen und druckvolle Härte, ohne jedoch an Melodik einzubüßen. Schon hier haben befreundete Musiker von den Blind Passengers und Inchtabokatables ausgeholfen. Ein Band übergreifender Support, für den sich The Ancient Gallery im Folgejahr revanchieren sollten: Für Das Ich remixten sie "Der Schrei" (Relikt), für Terminal Choice gaben sie "She’s The Devil" neuen Drive (Reloaded).

Einige Stücke der ersten beiden Alben finden sich nun im neuen Kontext eines frischen Songwritings, das The Ancient Gallery endgültig Tür und Tor öffnen wird. Abgemischt von Atrocity-Kopf Alex Krull wird "Alles ist nichts" dem Underground lang vermisste Tugenden zurückbringen: Härte, Experimentierfreude und intelligente Texte.

Live agieren die Dresdner Musiker mittlerweile im Ausland ebenso erfolgreich wie im Inland. Und dies trotz ihrer vorwiegend deutschen Texte. So wurden und werden sie in Polen, Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, Ungarn und Frankreich von ihren Fans gefeiert.

Zu den "Schwarzen Nächten" gehört auch "Schwarzes Dresden" (siehe im Archiv 2005).

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