Galerie nEUROPA | Maider Kuadra – Silberne Bilder: Lichter aus dem Baskenland

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Ausstellung


01/06/2018 - 27/08/2018

Ganztägig

Galerie nEUROPA

Bautzner Straße 49, Dresden, Deutschland


Vernissage 01.06.2018, 19:00 Uhr
Ausstellung
MO – FR, 10:00 – 16:00 Uhr

Silberne Bilder: Lichter aus dem
Baskenland

Ein Portraits kann soziale, politische und ökonomische Bedeutung haben und für viele Zwecke verwendet werden. Es ist ein Mittel, um unbekannte Länder und aus dem Blickfeld verschwundene Kulturen dokumentieren und katalogisieren zu können.
Ich verwende eine Reihe von Portraits mit den traditionellen Kostümen beim Karneval des Baskenlandes (Euskal Herria) als anthropologischen Ansatz für die Erstellung eines Kataloges. So fotographiere ich vollständige Körper wie eine Portrait-Büste, beschreibend, frontal, mit der gleichen Beleuchtung und dem gleichen Hintergrund, um das Individuum zu isolieren und zu dekontextualisieren. Mit dieser ausschließlichen Dokumentation vernachlässige ich bewusst den Charakter der Models und die Personen unter den Kostümen.
Heute leben wir in einer globalisierten Welt, in der Kultur und Tradi- tion nur Randerscheinungen sind, deshalb katalogisiere ich diese und verwende als Technik das veraltete Kollodium-Nassplatten-Verfahren. Diese Technik wird nur noch von wenigen Künstlern benutzt.
Mit meiner Arbeit verbinde ich die Gegenwart mit der Vergangenheit, damit auch in Zukunft auf einen kulturell reichen Erzählfundus zurückgegriffen werden kann.
Den mit dem technologischen Fortschritt fast verloren gegangenen Prozess des nassen Kollodium-Verfahrens entdeckte ich für meine Arbeit neu. So fertige ich alle hierfür nötigen Chemikalien, die nicht mehr produziert werden, selbst an und benutze die alte Holzkamera mit Faltenbälgen meines Großvaters.
Maider Kuadra

Maider Kuadra wurde am 15. Oktober 1974 in Pamplona/Iruña – Navarra (Spanien) geboren.
Sie ist Expertin für Photographie und kreative Aktion. An der Universität „Miguel Hernández“ in Elche (Spanien) war sie Stipendiatin. Maider studierte Photographie an der Kunstschule in Pamplona/Iruña – Navarra. Sie war von 2007 bis 2014 Geschäftsführerin der Regierungsgalerien des Königreichs Navarra „Opera Prima“ und „CONTRALUZ“. Sie interessiert sich in ihren Arbeiten für das menschliche Sein, für dessen Identität, Essenz, Erinnerungen und Träume … Dies ist ein anthropologischer Ansatz zur Kultur des Baskenlandes (Euskal Herria) mit seinen traditionellen Kostümen, Werkzeugen und typischen Landschaften.
Die meisten ihrer Arbeiten sind, der alten Technik wegen, in Schwarz/Weiß, um eine gewisse Entrückheit und Fantasie zu ermöglichen. Für Maider ist es sehr wichtig, mit alten und digitalen Techniken zu arbeiten, um so die Koexistenz von Tradition und Moderne zu bewahren.