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Newsletter 2 | 08. Juli 2020

Auf der Bühne Sechs Sachsen streiten

Heimat, Klimawandel oder Kapitalismus sind konfliktbeladene Begrifflichkeiten. Was bedeuten sie aber für Sächsinnen und Sachsen persönlich? Wie können wir über gesellschaftliche Streitthemen in einen zwanglosen und wertschätzenden Dialog treten? Das innovative Format „demoSlam“ wird am 1. März 2020 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden erstmals im innersächsischen Dialog erprobt – offen, persönlich und unterhaltsam. „In Zeiten von Radikalisierung ist es ein wahrer Schatz, mit Andersdenkenden und Andersfühlenden eine Kultur des Austausches statt des Aussortierens zu finden“, so die angehende Slammerin Tatjana.

demoSlam wurde von der Kulturwissenschaftlerin Evgeniya Sayko im Hertie Innovationskolleg in Anlehnung an das Format Science Slam entwickelt, ursprünglich auf den deutsch-russischen Kontext ausgerichtet. „Es ist total klasse, dass man plötzlich eine Gelegenheit hat offen zu sprechen, weil demoSlam ein Format ist, in dem alle Meinungen erstmal ok sind“, meint die Alumna des deutsch-russischen demoSlam Elena Rother. „Ich bin auf jeden Fall gestärkt worden und gehe mit der Motivation raus, wieder mehr mit Leuten auch die Kontroverse zu suchen.“

Vor dem demoSlam setzen sich die Slammerinnen und Slammer in einem dreitägigen Workshop mit Konfliktlinien in ihren Ansichten auseinander. In Paaren mit kontroversen Meinungen präsentieren sie die Ergebnisse – Unterschiede und Gemeinsamkeiten in ihren Ansichten – in einer unterhaltsamen Bühnenshow. Der anschließende Austausch mit dem Publikum ist zentraler Bestandteil des Formats.

Die sechs jungen Slammerinnen und Slammer aus Sachsen bringen ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit: Während eine Slammerin aus Dresden deutliche Kapitalismuskritik übt und sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt, sieht sich ein junger Mathematiker aus Leipzig als „glühender Liberaler“ und streitet auch gerne öffentlich mit Menschen anderer Meinung. Eine junge Sorbin beschäftigt sich zunehmend mit dem Thema Identität, seitdem sie ein Jahr in Kanada lebte und jetzt in Dresden studiert. Heimat und Identität sind auch Themen, die einen konservativen ehemaligen Kapellknaben aus Coswig bewegen. Und während eine junge Klimaaktivistin versucht, ihre Kolleginnen beim gemeinsamen Mittagessen davon zu überzeugen, dass die Entscheidung, ob und wie viel Fleisch sie essen nicht nur sie selbst betrifft, kritisiert ein kernliberaler, kultur- und politikbegeisterter Abiturient aus Leipzig, der in Tel Aviv aufwuchs, dass die exzessive Moralisierung der Debatte in den letzten Jahren überhand genommen hat. Und sie alle vereint der Wunsch, mit Andersdenkenden ins Gespräch zu kommen – demoSlam gibt ihnen das nötige Handwerkszeug dafür.

Veranstaltungen

1. März 2020; 17:00 Uhr
Deutschen Hygiene-Museum Dresden (Marta-Fraenkel-Saal, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden)

14. März 2020; 19:00 Uhr
Bjesada / Pfarrsaal (Hauptstraße 27, 01920 Nebelschütz, Oberlausitz)

Der Eintritt ist bei beiden Veranstaltungen frei.

Neben der Bühne Bürgerjournalisten berichten

Im Rahmen von Sachsen im Dialog beschäftigten sich zudem Bürgerjournalisten aus ganz Sachsen mit den Transformationsprozessen der vergangenen 30 Jahre. Ihre ersten Werke werden bei den Veranstaltungen am 1. und 14. März in Form einer Ausstellung zu sehen sein. Die Besucher können dort auch mit einigen Bürgerjournalisten ins Gespräch kommen. Die ausgestellten Texte, Videos und Fotos bilden die Grundlage für die noch erscheinende Broschüre. Zudem werden die Texte auf der Webseite des Projekts veröffentlicht.

Kooperationspartner

Logo DHMD Deutsches Hygiene-Museum
Die Veranstaltung am 1. März 2020 wird in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden durchgeführt.
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Das Format demoSlam wurde von Evgeniya Sayko entwickelt und wird auch im Rahmen von "Sachsen im Dialog" von ihr betreut.

Gefördert durch

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Das Projekt „Sachsen im Dialog“ wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.
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Das neue politische Bundesprogramm MITEINANDER REDEN ist initiiert und wird finanziert von der Bundeszentrale für politische Bildung. Es findet statt mit Unterstützung durch den Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB), dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGb), der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) und dem Deutschen Volkshochschulverband und wird von der Bildungsagentur labconcepts als Programmbüro realisiert.
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Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
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Kultur Aktiv e. V.


Bautzner Straße 49
01099 Dresden
Deutschland

Tel. +49 351 811 37 55
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