LebensBILD. bioGrafische Begegnungen.

© Elena Pagel

LebensBILD ermöglicht es den Teilnehmenden, über kulturelle und künstlerische Bildung die Dresdner Stadtgesellschaft aktiv und gleichberechtigt mitzugestalten. Die Kulturstadt Dresden lebt in vieler Hinsicht von der Kunst, zu der die freie Kunst einen großen Teil beiträgt.

Im Projekt arbeiten 18 Künstlerinnen bzw. Illustratorinnen aus Dresden mit. Sie öffnen ihre Ateliers und zeigen den Teilnehmenden ihre Kunst, ihre Arbeitstechnik und berichten über ihr Leben als Künstlerinnen/Illustratorinnen. Sie greifen einen besonderen biografischen Moment ihres Lebens heraus, zeichnen diesen und ermuntern die Teilnehmenden, auch eine Episode ihres Lebens zu erzählen und diese künstlerisch zu illustrieren. Das eigene Leben wird verbildlicht. Die heterogenen Lebensgeschichten der Teilnehmenden mit und ohne Migrationshintergrund werden durch das gemeinsame aktuelle Leben in Dresden verbunden und die eigenen kulturellen Einordnungen der Lebensgeschichte durch den Austausch bereichert. Die unterschiedlichen Kulturen treten im künstlerischen Feld in den Dialog und die Hemmschwelle, einen Kunstraum zu betreten, wird den Teilnehmenden durch die Workshops in den Ateliers und den weiteren Projektveranstaltungen genommen.

Das kontinuierliche Zusammenbringen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen in differenzierten Begegnungsformaten befördert eine Vernetzung der Teilnehmenden, aber auch der Stadtteile und Organisationen. Die Teilnehmenden und die Künstlerinnen/Illustratorinnen vernetzen sich, die sonst geltenden Sprach- und Peergroup-Grenzen werden aufgehoben und es entsteht ein neuer gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Das Projekt LebensBILD besteht aus fünf interaktiven Veranstaltungen: Atelierworkshops, Tandemsitzungen, Begegnungscafés, Biografie-Workshops und das Straßenfest während der Interkulturellen Tage.

Die Stadt Dresden wird im Projekt intensiv erkundet. Die Workshops finden in den Ateliers der 18 Künstlerinnen/Illustratorinnen statt, die sich über die Stadt verstreut befinden. Die Begegnungscafés und Biografie Workshops in den Räumen der Kooperationspartner führen in weitere Stadtbezirke. Die Teilnehmenden lernen dadurch verschiedene Stadtteile Dresdens sowie verschiedene Einrichtungen, die Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen begleiten, kennen. 

 

© Elena Pagel

 

 

LebensBILD bietet einen barrierefreien Zugang zur Kunst und die Möglichkeit zum interkulturellen Austausch.
Das Projekt ist demokratiefördernd, auch indem es die Bedeutung mehrerer Artikel im Grundgesetz veranschaulicht und unterstreicht (Art. 12: freie Berufswahl, Art. 5, Absatz 3: Kunstfreiheit, Art. 5, Absatz 1: freie Meinungsäußerung auch im Bild).

News aus dem Projekt

Veranstaltungen

Das Projekt LebensBILD möchte viele Menschen in Dresden erreichen. Die Atelierworkshops und Tandemsitzungen sind nur für angemeldete Teilnehmerinnen, die weiteren Veranstaltungen für alle Interessierte. In einer Finissage werden die Projektergebnisse präsentiert, die Teilnehmenden und Künstlerinnen/Illustratorinnen berichten von ihren Erfahrungen und weitere Schritte werden erwogen.

Genaue Termine werden in Kürze bekannt gegeben. Die aktuellen Corona-Verordnungen haben darauf einen Einfluss; auch werden deswegen gegebenenfalls Veranstaltungsformate angepasst.

18 Atelierworkshops
Im eigenen Atelier zeigt eine Künstlerin/Illustratorin ihre Arbeitstechnik und Kunstwerke, erzählt ihre Biografie "Mein Weg zur Künstlerin" und leitet die Teilnehmenden zu eigenem Ausprobieren an.

36 Tandemsitzungen
Eine Künstlerin/Illustratorin und eine Teilnehmerin tauschen sich über ihr Leben aus, sprechen über besondere biografische Momente und setzen sie grafisch um.

8 Begegnungscafés
Pro Monat ein Treffen in einem anderen Stadtteil in Dresden. Unsere Kooperationspartner öffnen ihre Räume und unter dem Motto "Kunst und ihre gesellschaftliche Bedeutung" diskutieren Künstlerinnen und Gäste zu Kaffee und Kuchen über unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen.

6 Biografie-Workshops
In den Räumen der Kooperationspartner kommen Gäste einer Partnerorganisation (z.B. Altenheim, Jugendtreff oder Verein im Stadtteil) mit den Künstlerinnen/Illustratorinnen und Teilnehmenden zusammen, erzählen biografische Momente und illustrieren diese.

Straßenfest Interkulturelle Tage
Im September beim Straßenfest auf dem Jorge-Gomondai-Platz, können am großen Tisch Besucher*innen unter Anleitung der Künstlerinnen/Illustratorinnen und Teilnehmenden einen Moment ihres Lebens grafisch festhalten.

LebensBILD. bioGrafische Begegnungen.

Zeitraum
05.2020-12.2020

Kontakt
info@kulturaktiv.org

Projektbeteiligte

Dr. Verena Böll (Projektleitung)
Elena Pagel (künstl. Projektleitung)
Nazanin Zandi (künstl. Projektleitung)
18 Künstlerinnen/Illustratorinnen, darunter voraussichtlich:
Annij Zielke
Nazanin Zandi
Elena Pagel
Daniela Veit
Ines Hofmann
Luisa Stenzel
Paula Huhle
Susanne Schrader
Xenia Gorodnia

Kooperationspartner

MEDEA International – FMGZ MEDEA e.V.
Johannstädter Kulturtreff e.V.
Förderverein Putjatinhaus e.V.
Volkshochschule Dresden e.V.

Partnerorganisationen

SPIKE Dresden
Stadtteilzentrum Emmers

Förderer

Das Projekt wird durch die Förderrichtlinie Integrative Maßnahmen Teil 1 des Sächsischen Ministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.

Gefördert durch das House of Resources Dresden.

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