Plastic all over the World 2016/17

Wir lobten erstmals 2016 innerhalb des Programms Club nEUROPA eine internationale Plakatausstellung aus und forderten 38 Künstler aus verschiedenen Ländern auf, extra für diese internationale Startausstellung einer Poster-Biennale, eigene kreative Ideen beizusteuern.


Übersicht

Aufruf
Eingegangene Poster
Beteiligte Künstler
Pressestimmen


Aufruf

Kreiere ein Plakat zum Thema: „Plastic all over the World“ Warum ist „Plastic all over the World“ ein Thema? Plastik als hochwichtiger Werkstoff bestimmt unser Leben unmittelbar, in fast allen Bereichen der Forschung, Wissenschaft und Industrie. Plastik ist Verpackungs- und Abfallstoff Nr. 1 in der Welt. Hiervon zeugen die Müllberge, das Recyclingverhalten und die mitunter verheerenden Auswirkungen von Fehlleistungen. Plastik ist Dekoration, Tonträger, künstlerisches Material. Plastik wird besungen, über Plastik wird philosophiert, werden Lebensentwürfe (beispielsweise zur Vermeidung von Plastikabfällen) gespannt. Eine Ambivalenz zum Begriff Plastik ist allgegenwärtig zu verspüren. Deshalb erscheint uns gerade dieses Thema passend, spannende, konfliktbeladene, konfrontierende Kunstwerke, in einer internationalen Ausstellungstournee zu zeigen.
Plastic – ambivalent, künstlich, unersetzlicher Werkstoff, Verpackung, Abfall, Umweltverschmutzer, Eingang in die Nahrungskette, Ideologie, Philosophie, Kunststoff und Stoff für die Kunst …
Und natürlich hat „Plastic“ auch eine musikgeschichtliche Relevanz in der Popkultur.
Es gab eine große Liebe, es gab einen Song der zum Welthit wurde, die Band gab es eigentlich nicht, aber sie wurde kreiert und hatte auch einen maßgeblichen Auftritt: Die John Lennon / Plastic Ono Band. Der Hit natürlich „Give Peace a Chance“.
Frank Zappa and the Mothers of Invention und ihr Song „Plastic People“ war wohl rund um die Welt auf allen Plattentellern und Bandmaschinen (die gab es damals noch) bei allen Leuten, die auch anspruchsvolle Rockmusik hörten, bekannt. Eine ironische Bestandsaufnahme auf all die unnatürlichen Dinge, die unser Leben umgeben und dies in den späten 60igern.
Die „Plastic People of the Universe“ waren in der oppositionellen Bewegung der Tschechoslowakei seit den 60igern eine der bekanntesten Widerstandsgruppen, ein Zusammenhalt, oder besser der Kleber für die unterschiedlichsten Dissidententreffen. Von Vaclav Havel verehrt und bis heute im Feuilleton präsent.
Plastic ist somit auch in der Rockmusic ist allgegenwärtig und somit auch für bildende Künstler ein hervorragendes Thema.

Beteiligte Künstler

Armenia Aleksey Manukyan, Sargis Hovhannisyan
Austria Monika Mori, Andrea Pierus
Belgium Christine Bavassa
Bulgaria/Spain Yasen Kazandjiev, Rumyana Teneva
China Nini Sum, Gregor Körting
Germany Sylke Seifert, Jörg Seifert, Katrin Süss, Jens Rausch, Detlef Schweiger, Holger Wendland, Gabriele Watterot, Tilo Schwalbe, Harald Schluttig, Jens Rausch, Birger Jesch
Georgia Elene Rakviashvili
Israel Lihie Talmor Adamit
Japan Masahiro Kawanaka
Netherlands LuK Sponselee, Stef Fridael, Marielle van Deursen, Werner Klompen
Romania Rodica Strugaru
Russia Alexander Limarev
Ukraine Yuri Borynec, Yana Fedoryak, Lydmila Kuguk, Serhii Hryhorian, Yurii Pitchuk, Anastasiia Kashchejewa, Dima Petryna, Mykola Dzhychka, Khrystina Pshych

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