Projektskizze Music without Borders

 

Mit dem Projekt „Music without Borders“ werden nichtstaatliche Organisationen und Interessenverbände, sog. non-governmental organizations (NGOs) auf dem Balkan bei der Verbreitung von Kunst und Kultur in der multiethnischen Gesellschaft unterstützt. Das soll durch den Aufbau und Beratung von inter- und intraregionalen Partnerschaften zwischen Kulturorganisationen auf dem Balkan und EU-Ländern erreicht werden.

Mitwirkende

Die Leitung unterliegt dem Verein KulturAktiv mit Sitz in Dresden. Partner auf dem Balkan sind die die Vereine Taksirat aus Skopje, Mazedonien und Generator aus Vranje, Serbien, sowie die “Youth peace group Danube – YPGD” aus Vukovar, Kroatien.

Ziele und Inhalte

„Music without Borders“ verfolgt verschiedene Zielstellungen. Im Rahmen des Projektes sollen bestehende Beziehungen zwischen Kulturorganisationen gestärkt und neue aufgebaut werden, um eine Zusammenarbeit zwischen mit Musik arbeitenden NGOs auf dem Balkan und der EU zu erreichen. Diese neuen Kontakte ermöglichen den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen, sowie die anschließende Verbreitung der neuen Erkenntnisse. Konkret sind die leitende NGO in Dresden und die drei Partnerorganisationen in Skopje, Vukovar und Vranje beteiligt. Insgesamt profitieren aber 18 NGOs vom Balkan, sieben aus Deutschland, sowie deren vielfältige bestehende Kontakte und Partnerschaften in Europa und auf dem Balkan von dem Projekt.

Ziel des Projektes ist auch, die Kommunikation zwischen NGOs und Behörden in einer demokratisch-partizipatorischen Gesellschaft zu verbessern. Durch erhöhte Zusammenarbeit und Weiterentwicklung der NGOs werden sie zu wichtigen Gesprächspartnern der öffentlichen Verwaltung im politischen Entscheidungsprozess. Im Rahmen von Praktika und Workshops in deutschen Kulturorganisationen lernen Vertreter der NGOs vom Balkan das Zusammenwirken von Gesellschaft, Verwaltung und Regierung kennen und können somit zurück in ihrem Land ihre eigene Beteiligung an der Politikentwicklung erhöhen.

300 jungen Vertretern der Musikbranche, wie Musikern, Technikern, Promotern, Musikverlagen, Managern aus den Zielstädten Vranje, Vukovar und Skopje soll es mit Hilfe der NGOs ermöglicht werden, Zugang zu Know-How, praktischen Informationen und Infrastruktur zu erhalten, die für die Organisation von Festivals, Konzerten und anderen Musikveranstaltungen benötigt werden. Dabei werden besonders Menschen aus ethnischen Minderheiten gefördert. Bei der praktischen Anwendung der neuen Fähigkeiten profitiert zusätzlich das Publikum der organisierten Veranstaltungen – gerechnet wird mit über 20 000 jungen Menschen.

Ablauf

Der Zeitrahmen des Projektes beträgt 24 Monate. Am Beginn steht ein „Study Visit“ in Deutschland. Dabei wird sich vom 11. bis zum 17. April eine Gruppe von zwanzig deutschen, serbischen, kroatischen und mazedonischen Teilnehmern erfolgreiche kulturelle NGOs, sowie Musikunternehmen, Bundestag, Landtag und Stadtverwaltung in Berlin, Leipzig und Dresden anschauen und zum Aufbau von Kooperationen und Know-How-Transfer treffen.

Es folgen drei „Regional Workshops“ in Vranje (24.-26.6.2011), Skopje (27.-30.6.2011) und Vukovar (1.-3.7.2011), bei denen ca. 25 Teilnehmer aus den Regionen, Teilnehmer des Study Visits, sowie deutsche Experten und Projektmanager mitwirken. Den Vertretern der Musikbranche werden Zugang zu praktischen Informationen im Umgang mit Musik und Musikveranstaltungen und technisches Fachwissen näher gebracht. 15 Vertreter der lokalen Verwaltung sind zu Gesprächen mit NGOs eingeladen, bei denen ein Austausch von Erwartungen, Bedürfnissen und Bedingungen beider Seiten zustande kommen soll. Zusätzlich organisiert Kultur Aktiv in diesem Zeitraum eine Minibustour für Kulturaktivisten, Journalisten und Balkanfans.

Die erste „Regional Conference“ in Vukovar vom 30.9. bis 2.10.2011, an der 20 Musiker und 80 Teilnehmer aus Mazedonien, Serbien und Kroatien, sowie Vertreter der lokalen Verwaltung und Experten aus Deutschland teilnehmen, soll zum Networking und dem Austausch von Fachwissen und Erfahrungen auf musikalischer, sowie verwaltungspolitischer Ebene dienen. Zur zweiten „Regional Conference“ in Skopje an zwei Tagen im November/Dezember 2012 werden 200 Teilnehmer erwartet.

Während des vierwöchigen „Staff Exchanges“ im März 2011 und Dezember 2012 hospitieren je vier Teilnehmer aus den Partnerländern bei Kultur Aktiv in Dresden, um Arbeitsstrukturen, Methoden und Partner des Dresdner Vereins kennenzulernen.

Im Rahmen der „Best Practice“-Veranstaltungen auf dem Taksirat Festival in Skopje (Dezember 2011), dem Lustgarten der BRN Dresden (15.-17.6.2012), dem Balkan Street Festival in Vranje (22.-24.6.2012) und Vukovar (29.6.-1.7.2012) wird dann das erlangte Know-How und Fähigkeiten je durch eine Band praktisch angewendet und das Projekt „Music without Borders“ promotet. Es findet ein Musiker- und Manageraustausch statt.

Während eines vierzehntägigen „Internships“ in Dresden lernen je zwei Vertreter von NGO und öffentlicher Verwaltung der drei Balkanländer die Arbeit in einer Dresdner NGO und der öffentlichen Verwaltung kennen.

 

Förderung

Das Projekt „Music without Borders“ wird von der Europäischen Kommission gefördert. Desweiteren sind private Stiftungen, Antragsteller, die Stadt Dresden und Einnahmen aus Teilnehmerbeiträgen beteiligt. Geplant ist auch eine Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen.

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