“S.O.S. – Save Our Songs”

Stärkung regimekritischer NGOs in Belarus

Im Januar erreichte uns ein Aufschrei belarussischer Musiker, die gegen Auftritts- und Rundfunksendeverbot protestierten. Unseren eigenen Erfahrungen mit dem DDR-Regime und der verheerenden politischen Situation in Belarus Rechnung tragend, haben wir Kontakte geknüpft und unterstützen unsere Partner mit Rat und Tat. So konnten wir mit Drum Extasy (Juni 2005) und N.R.M. (September 2005) gleich zwei vom Regime Lukashenko verbotene Bands nach Deutschland einladen. Wir bieten den Bands Auftrittsmöglichkeiten und stärken somit deren Stellung in Belarus, können zugleich den dahinterstehenden NGOs mehr Aufmerksamkeit verschaffen und die deutsche Bevölkerung für die Zustände in Belarus sensibilisieren. Beide Konzerte wurden ein riesiger Publikumserfolg, nicht nur weil auch Vertreter des weißrussischen KGB zugegen waren. Im Juni konnten wir überdies zum Projekt „КРЫК – Aufschrei“, einem Kooperationsprojekt des „MitOst e.V.“ Verein für Sprach- und Kulturaustausch mit Mittel-, Ost- und Südosteuropa, auch Vertreter von belarussischen Studenten- und Kulturinitiativen in Dresden begrüßen.

Der Vortrag unserer belarussischen Kollegin über ihre schwierige Arbeit in Minsk auf unserer Konferenz im September fand große Beachtung nicht zuletzt von Vertretern des Auswärtigen Amtes und der Stadt Dresden. Im November 2005 senden wir die erste deutsche Band nach Minsk, die dort an einem Festival teilnehmen wird und damit verdeutlicht, dass Belarus nicht vom Westen vergessen wird. Im Dezember 2005 wird erneut ein Vertreter des ‚Kultur Aktiv’ zu Treffen mit den NGOs in Minsk aufbrechen. 2006 setzen wir unseren Aktionsplan fort, abhängig von der aktuellen politischen Situation.

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