TOURBERICHT – DUFFERPIT @ Balkan

Dank des „Kulturverein Dresden e.V.“ und weiterer Sponsoren bekamen wir – die Band DUFFERPIT aus Dresden – die Möglichkeit, eine 12-tägige musikalische Rundreise durch Bulgarien zu unternehmen.

Los ging es am 1. Mai 2008 für die vier Jungs von DUFFERPIT und die drei Paar zusätzlich helfenden Hände. Nach elf Stunden Fahrt und unzähligen „Zwischenstopps“ (es war ja schließlich „Herrentag“) erreichten wir endlich Budapest. Die erste Nacht wurde zu siebend im Bus an der Autobahn genächtigt, bevor es am nächsten Morgen in aller Frühe weiter Richtung rumänische Grenze ging.

Nach 16 Stunden Fahrt und einem platten Reifen mitten in den Karpaten war die bulgarische Grenze noch lange nicht in Sicht. Übernachtung Nummer 2 also wieder im Bus, diesmal auf dem Standstreifen einer Landstraße. Am nächsten Tag, dem 3. Mai 2008 erreichten wir Ruse gegen 11 Uhr, mittlerweile lagen 48 Stunden und fast 2000 km hinter uns. Nach kurzem Frischmachen bei unserem Gastpapa Timo ging es auch schon weiter zum SkatePark, wo der allererste Gig fernab der Heimat stattfinden sollte.

Ein schöner und sehr gut besuchter SkatePark mit riesiger Bühne erwartete uns, auf der die Jungs von SPOT dem Publikum einheizen sollten. Auch der einsetzende Platzregen bei DUFFERPIT konnte die verbliebenen ca. 200 Gäste nicht davon abhalten, alles zu geben. Völlig aufgeputscht und frisch gestylt konnte auch die hiesige Partyszene von Ruse bis zum Morgengrauen ausgiebig analysiert werden.

Der für den 4. Mai geplante Gig in Bukarest wurde abgesagt – also ab nach Varna, um dort gleich 2 sonnenreiche Tage zu verleben. Hier angekommen, stellte sich nun die Frage: Wo übernachten – wir waren ja erst für den nächsten Tag eingeplant? Also Stadtplan besorgt und Club aufgesucht, in der festen Überzeugung, Sonntagabend jemanden anzutreffen. Wir hatten Glück! Der Veranstalter war da und quartierte uns gleich im Hostel ein. Grandios!

Am nächsten Abend, nach ausgiebigem Stadtrundgang und chillen am Meer, endlich der Auftritt im „Zona 51“. Das feiernde Publikum bestand vor allem aus Hostelbewohnern und Angestellten. Da der Eintritt „vergessen“ wurde, bestand die Gage aus mageren 15 €. Auch diese Nacht wurde sehr lang und wir erlebten wieder einmal den Sonnenaufgang.

Der 6. Mai führte uns nach Sevlievo, wo uns ein uriges und sehr gemütliches „Black Coffee Theatre“ erwartete. Die Stimmung war ebenfalls bombastisch: Im Anschluss ans Konzert: belagerungsähnliche Fotosession mit Blitzlichtgewitter – Rockstar-Feeling pur! Dennoch wurde alsbald in Richtung Pension aufgebrochen, weil sich Fragen zu geschichtsträchtigen Personen häuften! Der 7. Mai war ein „Day Off“ und reich an Überraschungen. Gunars Stimme war weg, das zu überquerende Balkan-Gebirge war straßentechnisch noch schlimmer als die Karpaten und die Stadt Stara Zagora übertrifft verkehrstechnisch die schlimmsten Befürchtungen. Augen zu und durch – Ab nach Plovdiv! Dort sollten wir die nächsten 3 Tage bei Antje übernachten. Abends erreichten wir Plovdiv und nach einem Abendessen machten sich Antje und 2 Jungs noch einmal auf, den Plovdiv’er Club anzuschauen. Da Gunar immer noch keinen Pieps rausbrachte war der 8. Mai ebenfalls ein „Day Off“. Somit kam auch das Kulturelle nicht zu kurz. Am nächsten Abend sollten wir dann zum ersten Mal Kosta und Nikolay kennenlernen, leider blieb es bei diesem einen Mal. Sie schauten kurz im „Cafe Nylona“ vorbei, einem kleinen charmanten Club für Künstler. Der Auftritt war okay. Zu allem Überdruss stellten wiramnächsten Morgen fest, kurz vor Aufbruch nach Haskovo (unserer letzten Station), dass wir auch noch einen Unfallschaden am Bus zu vermelden hatten. Auf nach Haskovo! Hier hatte man uns im Vorfeld einen Mega-Gig und großes Publikum versprochen. Der Soundcheck im „Club KDK“ verlief außergewöhnlich reibungslos. Der Club war liebevoll mit allerlei Musik-Raritäten ausgestattet und sowarteten wir auf den bevorstehenden letzten Gig. Der Soundtechniker war unterdes verschwunden, er tauchte erst 5 Stunden später wieder auf. Anscheinend hatte er etwas getrunken, denn der Sound war miserabel. Das störte die ca. 40 Gäste nicht im Geringsten, von denen sich leider nur wenige zum Tanzen entschließen konnten.

Ab nach Hause!

Auch die an den Kräften zehrende 34-stündige Non-Stop-Rückfahrt in Richtung Dresden (die Busabgabe war terminlich fest versprochen) kann uns nicht davon abhalten zu sagen: Bulgarien ist wunderbar, die Tour war super, Gastfreundlichkeit ohne Ende, eine Sammlung an Erlebnissen und Eindrücken, die mehrere Bücher füllen würden…

Jederzeit wieder! DANKESCHÖN!

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